Verlorene Orte - Orte und Landschaften auf der Kohle
Markkleeberg liegt auf Kohle. 14 m bis 20 m Braunkohle, aufgeteilt in zwei Flöze, lagern 40 m bis 70 m tief unter dem gesamten Stadtgebiet. Für einen Abbau war die Bebauung zu dicht und die Bürgerproteste zu laut. Die vom Süden auf Markkleeberg zulaufenden Braunkohletagebaue mussten im Falle des Tagebaues Espenhain nach Osten und im Falle der Tagebaue Zwenkau und Cospuden nach Westen abdrehen. Die südlich der Stadt liegenden Erholungsgebiete, Flussauen und landwirtschaftlichen Flächen wurden jedoch zerstört - unwiederbringlich wurden ganze Orte überbaggert. Unter dem Titel "Verlorene Orte" präsentiert der gleichnamige Verein eine Dauerausstellung in der Kirchenruine Wachau zur Geschichte der nahezu 100 überbaggerten Orte und Ortsteile im Leipziger Land.
Braunkohletagebau nach Einstellung der Kohleförderung




