Cospuden

Heute schwer vorstellbar ist die im Tagebau Cospuden versunkene liebliche Auelandschaft mit dem kleinen, idyllisch gelegenen Ort Cospuden. Er bestand einstmals aus dem ehemaligen Rittergut, der Papierfabrik an dem Flüsschen Batschke und dem Gasthof Oppermann, im Volksmund „Café Duck’ Dich“ genannt, weil die Eingangstür so niedrig war. Folgende Besitzverhältnisse sind bekannt: 1216 "Heinricius de Kozebude"; dann Pflugks und Dieskaus, 1599 Errichtung einer Papierfabrik durch Otto von Dieskau die alle sächsischen Kanzleibütten produziert; 18. Jh. von Schletter und von Ponickau, Mitte des 19. Jh. Familie Weidlich, 1893 Tochter Clara Vollsach; 1885 erfolgte die Eingemeindung nach Zöbigker und ab 1937 gehörte es zur Stadt.
Die Bewohner von Cospuden wurden 1974 nach Markkleeberg oder Leipzig umgesiedelt und die Ortslagen in der Folgezeit von den Tagebauen Zwenkau und Cospuden verschlungen. Im Tagebau Cospuden, dem jüngsten und kurzlebigsten, rollten von 1981 bis 1992 die Kohlezüge. Der Regelbetrieb war bereits am 20. April 1990 eingestellt worden, nicht zuletzt auf Druck von Bürgerinitiativen. Aus dem Tagebaurestloch Cospuden, das zwischen 1993 und 2000 mit Wasser aus den Tagebauen Zwenkau und Profen geflutet wurde, entstand der Cospudener See. Mit einer Ausdehnung von 3,5 km Länge und 1,5 km Breite sowie einer Wasserfläche von 436 ha ist er ein Freizeitparadies für die Bürger der Region und ihre Gäste.
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