Cröbern/Crostewitz

In Cröbern stand auf einem sanft ansteigenden Hügel die Kirche St. Peter und Paul. Die Parochie Cröbern umfasste außerdem das ebenfalls abgebaggerte Vorwerk Auenhain, Crostewitz und die Schwesterngemeinde Wachau mit einer eigenen Kirche.

Crostewitz hatte einst ein Rittergut, das von 1725 bis 1834 der in den Adelsstand versetzten Familie von Hohenthal gehörte. Ihr Stammvater war der Leipziger Kaufmann Peter Hohmann.
Etwa 100 Jahre, bis 1945, war das Rittergut im Besitz der Familie Fiedler. Besonders in dieser Zeit entwickelte es sich zum schöngeistigen Zentrum, wo Künstler aller Genres verkehrten. Schon bald nach der Enteignung im Jahre 1945 wurde das Herrenhaus abgerissen. Es erfuhr das gleiche Schicksal wie das in Cospuden - die Steine wurden als Baumaterial an Neubauern vergeben.
1923 wurde Crostewitz nach Cröbern eingemeindet.
In der Gemeinde Cröbern-Crostewitz begann der Auszug der Bevölkerung schon 1967. Das Aus wurde 1972 durch die Kohlepolitik der DDR besiegelt und die noch verbliebenen Bewohner nach Markkleeberg umgesiedelt. Die Gemarkung Cröbern-Crostewitz ist im Zuge der Überbaggerung und Auskohlung durch den Braunkohlentagebau Espenhain 1972 der Gemarkung Wachau, einem heutigen Ortsteil von Markkleeberg zugeschlagen worden. Der Markkleeberger See, bis zum Jahr 2006 in Flutung, sowie das angrenzende Erholungsgebiet mit der Crostewitzer Höhe werden beide Ortsflächen überdecken.

Stadtdialog Markkleeberg 2030
Aufruf Projekt-Pate

MDV-Fahrtenplaner