Dienstag, 11.09.2018

Gutachten zur Querung des agra-Parks steht online

Die Hochstraße zerschneidet den agra-Park. Foto: Matthioas Wuttig/Foto für Dich

Das am 03. September 2018 im Großen Lindensaal vorgestellte "Denkmalfachlich-konservatorische Gutachten zu Varianten des Hochstraßenausbaus" im agra-Park steht online. Es ist auf den Seiten des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr abrufbar. Der entsprechende Link steht am Ende des Beitrags.

Die 1976 unter Verkehr gegangene Brücke im Zuge der B 2 ist 357 Meter lang und muss aufgrund ihres Bauzustandes erneuert werden. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit wurden bereits vorbeugende technische und verkehrsrechtliche Maßnahmen - insbesondere eine Beschränkung der Fahrbahnbreite und Tempo 60 – angeordnet. Zudem ist ein besonders engmaschiges Überwachungs- und Prüfungsregime für das Brückenbauwerk festgelegt.

Die B 2-Brücke quert den Herfurthschen Park in Markkleeberg. Ein Gutachten hat inzwischen dessen hohe denkmalpflegerische Bedeutung herausgestellt. Das vom Landesamt für Denkmalpflege beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Von Gagern empfiehlt aus denkmalpflegerischen Gründen, die Brücke durch einen Tunnel zu ersetzen.

Das Gutachten für das Vorhaben „B 2, Ausbau südlich Leipzig, Agra-Querung“ ist Bestandteil der Voruntersuchung, die dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) noch im Herbst 2018 zur Variantenentscheidung übermittelt werden soll.

Sobald das Bundesverkehrsministerium die sächsische Straßenbauverwaltung mit der Planung einer der Varianten Brücke, Trog, Tunnel oder ebenerdiger Tunnel beauftragt hat, kann das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die technische Planung des Bauwerks beginnen und nach dessen Fertigstellung und erneuter Bestätigung durch das BMVI die Planfeststellungsunterlagen vorbereiten. Dazu werden alle Belange eingehend untersucht, die durch den Agra-Querung beeinflusst werden könnten, insbesondere die Themen Gewässer- und Grundwasserschutz, Umweltschutz, Lärmschutz sowie etwa auch die verkehrlichen Auswirkungen der bauzeitlichen Verkehrsführung werden umfassend bearbeitet. Wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen, kann das als mehrjährig anzunehmende Planfeststellungsverfahren beginnen. Liegt abschließend das vollziehbare Baurecht vor, können die Ausführungsplanungen vorgenommen werden. Auch ein geeigneter Baubetrieb für die Umsetzung des Vorhabens muss noch gefunden werden, dann kann der erste Spatenstich gefeiert werden.

Bei einem Tunnelbau müsste von rund vier Jahren Bauzeit ausgegangen werden. Da die Lage der B 2-Achse im Gelände unverändert bleibt, muss für den Bau jeweils eine Richtungsfahrbahn der B 2-Brücke weichen, sodass während der Bauzeit nur je eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung stehen kann. Bis 2030 könnte der Verkehr dann aus dem Herfurthschen Park verschwunden und eine leistungsfähige Achse zwischen dem Südraum und Leipzig entstanden sein.

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