Mittwoch, 17.01.2018

Markkleeberg wird Glasfaser-Vorzeigeprojekt

Von links: Rainer Frank, Regionalmanager der Telekom im Freistaat Sachsen, und Karsten Schütze unterzeichneten die Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Telekommunikationsunternehmen.

Die Große Kreisstadt ist eine von drei Kommunen bundesweit, die in einem Pilotprojekt mit einem Glasfasernetz ausgestattet werden. Das betrifft in erster Linie die unterversorgten Stadtteile Gaschwitz, Wachau, Auenhain und das Wohngebiet Eulenberg. Die entsprechende Vereinbarung wurde jetzt im Rathaus von Oberbürgermeister Karsten Schütze und Rainer Frank, Regionalmanager der Telekom im Freistaat Sachsen, unterzeichnet.

Ab Anfang Februar 2018 können sich die Bürgerinnen und Bürger in Markkleeberg und in den Stadtteilen Auenhain, Gaschwitz und Wachau für einen Glasfaseranschluss bei der Telekom registrieren. „Das Ziel der Telekom ist, bis zum 2. Mai 2018 in Markkleeberg 500 Aufträge für einen superschnellen Internetanschluss zu erhalten. Dies ist Grundvoraussetzung für einen wirtschaftlichen FTTH-Ausbau in der Großen Kreisstadt“, sagt Rainer Frank.

Karsten Schütze, Oberbürgermeister von Markkleeberg sagt: „Wir freuen uns, dass die Deutsche Telekom die Stadt Markkleeberg bundesweit als eine von drei Kommunen ausgewählt hat, um in einem Vorzeigeprojekt den Glasfaserbau voranzubringen. Mit der zukunftsfähigen Infrastruktur eines Glasfasernetzes hat unsere Stadt beste Voraussetzungen für einen attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort.“ 

Der Ausbau für rund 1.600 Haushalte und Betriebe in der Großen Kreisstadt soll Ende 2018 abgeschlossen sein. Dazu wird die Telekom 48 Kilometer Glasfaser verlegen und 30 neue Netzverteiler im Stadtgebiet aufstellen. Möglich wird dieser schnelle Ausbau durch den Einsatz des Trenching-Verfahrens. Diese Verlegemethode des Glasfaserkabels ist achtmal schneller und um bis zu 30 Prozent günstiger als das herkömmliche Tiefbau-Verfahren, so die Deutsche Telekom.

„Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen in Markkleeberg für einen FTTH-Anschluss begeistern“, sagt Beatrice Strangalies, Regionalmanagerin der Telekom im Landkreis Leipzig. „Durch den Glasfaserausbau in der Stadt wollen wir ein Gespür bekommen, welches Vermarktungspotenzial FTTH in Deutschland hat und wie wir durch Trenching den Glasfaserausbau vorantreiben können.“

Beim Glasfaserausbau will die Telekom durch den Einsatz von Trenching die Kosten reduzieren. Dabei müssen für die Verlegung der Glasfaser keine Gräben ausgebaggert werden. Stattdessen werden schmale Schlitze in den Bodenbelag gefräst. „So können wir Zeit und Geld sparen und die Anwohner werden weniger belästigt. Wir hoffen, dass sich in Zukunft mehr Kommunen für die innovative Technik entscheiden, um ihren Bürgern schnellere Internetanschlüsse zu ermöglichen“, sagt Strangalies.

Bisher wurden die Telefon- und Internetsignale auf dem letzten Stück zwischen dem Telekom-Verteilerkasten auf der Straße und dem Wohnungsanschluss auf einer Kupfer-Leitung übertragen. Im Kupferkabel nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit aber Meter für Meter ab. In Zukunft werden Fotos, Videos und Musik den Weg in die Wohnungen ungebremst auf einer neu verlegten Glasfaser-Leitung zurücklegen. Der Vorteil: Beim Senden und Empfangen kann dann ein Tempo von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Das Verfahren wird als „Fiber to the Home“ (FTTH) bezeichnet – auf Deutsch: „Glasfaser bis nach Hause“. 

Wer mehr über Verfügbarkeit, Geschwindigkeiten und Tarife der Telekom erfahren will, kann sich im Telekom Shop, beim teilnehmenden Fachhandel, im Internet oder beim Kundenservice der Telekom informieren:

Außerdem stehen den Kunden in Markkleeberg für die Beauftragung von DSL-Anschlüssen oder höheren Bandbreiten Telekom-Mitarbeiter vor Ort zur Beratung zur Verfügung. Diese werden die Kunden daheim aufsuchen. Die Kundenberater sind am Outfit der Deutschen Telekom zu erkennen und weisen sich mit einem Lichtbildausweis und einem Autorisierungsschreiben der Telekom aus.

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