Mittwoch, 05.06.2019

Übergabe des ersten Bauabschnitts der "Neuen Mitte"

Foto: Stadtverwaltung Markkleeberg

Nach rund zwölf Monaten Bauzeit hat Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) heute Vormittag offiziell den ersten Bauabschnitt der „Neuen Mitte“ übergeben. Die Rathausstraße wurde 2018/19 zwischen Haupt- und Friedrich-Ebert-Straße einschließlich Bahnhofsvorplatz und Südstraßenplatz grundhaft ausgebaut und neu gestaltet.

„Die `Neue Mitte` ist kein normales Straßenbauvorhaben. Es ist eine besondere Aufgabe“, betonte Schütze. Historisch bedingt hat die 1934 aus mehreren Dörfern gegründete Stadt kein gewachsenes Zentrum. Mit dem Projekt „Neue Mitte“, das vom Ring bis zum Rathaus-platz reicht, soll Markkleeberg in den nächsten Jahren eine attraktive, lebendige City bekommen.

Grundlage war der Stadtratsbeschluss von 2014, einen städtebaulichen und landschafts-planerischen Ideenwettbewerb durchzuführen. „Die Bürger haben sich rege beteiligt, ihre Vorstellungen bei Haushaltsbefragungen, Workshops und Rundgängen eingebracht“, erinnerte Schütze. Ende 2016 wurden 14 Entwürfe von Büros aus ganz Deutschland öffentlich präsentiert. Die Jury entschied sich für die „Neue Mitte“ von Querfeld Eins – Landschaft, Städtebau, Architektur aus Dresden.

Der Startschuss für die koordinierte Maßnahme fiel am 16. April 2018. Beteiligt waren unter Regie der Stadt Markkleeberg, die Leipziger Wasserwerke, die Deutsche Bahn, die Leipziger Verkehrsbetriebe und der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig. Die Leipziger Wasserwerke verlegten in der Rathausstraße eine Regenwasserleitung. Früher übliche Überflutungen im Bereich der Eisenbahnbrücke sind künftig weitestgehend ausgeschlossen. Im Anschluss begann Mitte August 2018 der Straßenbau. Fertigstellung war Mitte Mai.

Die neue Rathausstraße hat einen großzügigeren Zuschnitt. Mit Naturstein gepflasterte, breitere Fußwege und Plätze mit Wasserspiel, Leuchtskulptur und Trinkbrunnen laden zum Einkaufsbummel und zum Verweilen. Händler können ihre Waren attraktiver präsentieren, Freisitze bringen Leben ins Zentrum. Der Platz an der Südstraße wird sich in den nächsten Monaten noch zum Kunstwinkel entwickeln.

„Ich freue mich, dass die Plätze schon in den ersten Wochen so gut angenommen worden sind. Hier ist richtig Betrieb, Kinder toben am Wasserspiel, Erwachsene gönnen sich auf den Bänken eine kleine Auszeit“, schwärmte Oberbürgermeister Schütze.

Der Straßenbau einschließlich der Plätze kostete rund 2,6 Millionen Euro. Zirka 640 000 Euro stammen aus dem Straßenbau-Förderprogramm des Landes. Aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (SOP)“ konnten für den Bahnhofsvorplatz knapp 700 000 Euro und den Südstraßenplatz rund 210 000 Euro eingeworben werden. Die Leipziger Wasserwerke haben 319 000 Euro investiert, 159 000 Euro gefördert vom Freistaat Sachsen über den kommunalen Straßen- und Brückenbau.
 

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