Mittwoch, 02.09.2020

Fluglärm durch neue Variante vorhanden – Stadt nicht beteiligt

Das Problem des zunehmenden Fluglärms ist vorhanden und der Stadtverwaltung bekannt. Am Verfahren wurde sie allerdings nicht beteiligt. Foto: Matthias Wuttig/Foto für Dich

Das aktuelle Anflugverhalten von Transportmaschinen auf den Flughafen Leipzig-Halle über Markkleeberg hinweg ist nicht im Interesse der Stadt Markkleeberg. Vor diesem Hintergrund kann die Stadtverwaltung die Einschätzung der Deutschen Flugsicherung (DFS) im Beitrag „Vermehrter Flugverkehr über Südraum?“ (LVZ vom 29./30 August 2020, Seite 25), nicht teilen.

Das Problem des zunehmenden Fluglärms ist vorhanden und der Stadtverwaltung bekannt. Am Verfahren wurde sie allerdings nicht beteiligt. Die Interessen der Stadt werden in der Fluglärmkommission durch den Landkreis Leipzig für alle kreisangehörigen Kommunen wahrgenommen.

Definiert wurde ein Korridor entlang der Autobahn A38, 1,8 Kilometer nördlich und südlich. Für diese Variante wurde ein Probebetrieb von einem Jahr bis Februar 2021 genehmigt. Danach hat die Fluglärmkommission neu zu befinden.

Der Landkreis Leipzig hat sich gegen diese Variante ausgesprochen. Er wird das Thema zur nächsten Sitzung der Fluglärmkommission am 14. Oktober 2020 erneut einbringen.

Flankiert wird das Vorgehen des Landkreises von den Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Markkleeberg. Die Stadtverwaltung sammelt derzeit die Beschwerden über vermehrten Fluglärm. Ziel ist es, dem Anliegen zur Beendigung des Probebetriebes Gewicht zu verleihen.

„Außerdem hatte ich in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche mit Mitgliedern der Fluglärmkommission“, sagt Oberbürgermeister Karsten Schütze. „Dabei wurde auch mit dem Landkreis vereinbart, dass dieser in der Oktobersitzung der Fluglärmkommission eine mobile Lärmmessung für Markkleeberg beantragt.“

Indes läuft die Sammlung von Beschwerden von Markkleeberger Bürgerinnen und Bürgern zu Fluglärm weiter. Karsten Schütze: „Wenn auch Sie diese störende Wahrnehmung haben und sich durch den Fluglärm belästigt fühlen, schicken Sie Ihre Beschwerde bitte direkt an mein Büro (E-Mail-Adresse: ordnungsbote@markkleeberg.de).“ 

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