Dienstag, 11.03.2014

Verkehrsabhängige Straßenbeleuchtung ging ans Netz

Die Beleuchtung ist verkehrsabhängig dimmbar. Foto Kaplinski

Mit dem Neubau einer verkehrsabhängigen LED-Straßenbeleuchtungsanlage in Markkleeberg-Ost hat die Stadtverwaltung eine der modernsten Straßenbeleuchtungsanlagen der Welt installieren lassen. Im Zuge des Ausbaus der Bornaischen Straße durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr als Baulastträger bzw. der KWL – Kommunale Wasserwerke Leipzig wurde die Anlage zwischen September 2013 und Januar 2014 errichtet. Vergangene Woche konnten die Arbeiten mit der Abnahme beendet werden.

Besonderheit ist Dimmbarkeit in mehreren Stufen
Die Besonderheit der LED-Straßenbeleuchtungsanlage ist die Dimmbarkeit aller LED-Leuchten im Abschnitt der Bornaischen Straße von Schillerplatz bis Wachauer Straße und der Wachauer Straße von Bornaische Straße bis Heinrich-von-Kleist-Straße je nach Verkehrssituation. Ein Sensor am Lichtmast in der Bornaischen Straße erfasst die Verkehrsstärke und gibt diese Information an das Steuergerät (SIM-Karte) im Straßenbeleuchtungsschrank. Dort werden die Informationen verarbeitet und die entsprechenden LED-Leuchten werden je nach Uhrzeit und Festlegungen auf 100%/80%/60% und 40% Leistung gedimmt.

Mehr als ein Drittel der ursprünglichen Energie wird gespart
Insgesamt kommen sechs sogenannte Richard U-LED und 14 Philips-Speedstar mit unterschiedlichen Leistungsklassen zum Einsatz. Die Kosten der Anlage betragen ca. 63.000 Euro. Gegenüber gleichartigen Beleuchtungsanlagen können so Energieeinsparungen von ca. 35 % erzielt werden. Dadurch können die Kosten der „sogenannten Energiewende“ etwas gedämpft werden. Für den Neubau dieser innovativen Straßenbeleuchtungsanlage bekam die Stadt Markkleeberg eine Auszeichnung in Höhe von 2.000 € im Fonds Energieeffizienz für Kommunen von der envia M.

Stadt betreibt gut 3.500 Lichtpunkte in Markkleeberg
Zurzeit betreibt die Stadt Markkleeberg ca. 3.570 Lichtpunkte (LP) mit 49 Zählerschränken. Im Jahr 2000 hatte die Stadt Markkleeberg 2.000 LP bei 28 Zählerschränken. Der Energieverbrauch konnte bei ca. eine Million  kWh  konstant gehalten werden.

Eine weitere Besonderheit in nächster Zeit ist die Fernablesung des Elektrozählers über eine optische Schnittstelle und das vorhandene Steuergerät in die Beleuchtungszentrale des Technischen Rathauses. Dies ist eine Kooperation zwischen envia M, Geosys und Technischer Baubereich der Stadtverwaltung.
 
Realisiert wurde die Anlage durch die Firma Licht & Kraft. Die Strabag AG kennzeichnete sich für die Tiefbauarbeiten verantwortlich.

 

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