Mittwoch, 21.01.2015

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

An der Gedenktafel im Equipagenweg findet eine Kranzniederlegung statt.

Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Dienstag, dem 27. Januar 2015, wird in Markkleeberg mit einer Kranzniederlegung im Equipagenweg, der Eröffnung eines multimedialen Archivs sowie einer Buchvorstellung in der Stadtbibliothek, Geschwister-Scholl-Straße 2a, begangen.

Begonnen wird um 15.30 Uhr mit einer Kranzniederlegung an der Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus im Equipagenweg.

„Versteckte Geschichte – Das mobile Archiv“
Eine Stunde später beginnt die eigentliche Gedenkveranstaltung in der Stadtbibliothek Markkleeberg. Um 16.30 Uhr wird das vom Kulturbahnhof e.V. entwickelte Projekt „Versteckte Geschichte – Das mobile Archiv“ eröffnet.

Seit 2012 forscht der Kulturbahnhof e.V. zu Themen aus der Zeit des Nationalsozialismus in Markkleeberg. Aus mehreren Archiven, privaten Sammlungen und Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wurden Informationen zusammengetragen, die erstmalig in der Stadtbibliothek zu sehen sind.

Mandy Gehrt und Nele Werner entwickelten gemeinsam ein multimediales mobiles Archiv. Die sechs Themenbereiche des Archivs umfassen Dokumente zur Gleichschaltung ab 1933, eine Übersicht über Zwangsarbeit in ganz Markkleeberg, Informationen zum Frauenaußenlager des KZ-Buchenwald am Wolfswinkel, Materialien über das jüdische Leben, den Widerstand bis 1945 sowie Dokumente zur Erinnerungskultur.

Gefördert wurde das Projekt im Rahmen des Bundesprogrammes „Toleranz fördern - Kompetenz stärken“ und dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ sowie vom Landkreis Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Das Archiv kann in der Zeit vom 27. Januar 2015 bis zum 31. März 2015 in der Stadtbibliothek Markkleeberg genutzt werden.

Buchvorstellung „Jüdische Schulgeschichten“
Nach der Archiveröffnung wird in der Stadtbibliothek das Buch „Jüdische Schulgeschichten“ vorgestellt. Darin blicken ehemalige Leipzigerinnen und Leipziger auf die wichtigsten Stationen ihrer Kindheit zurück: Wie hat die Schule damals auf ein unbekanntes Leben in einem fremden Land vorbereiten können? Welche Leipzig-Bilder haben sich erhalten, welche wurden korrigiert? Was bewegt jüdische Vertriebene, die um ihr Leben zu retten, nahezu alles zurücklassen mussten, nach mehr als 60 Jahren in ihre Geburtsstadt Leipzig zurückzukehren? Die von Elke Urban geführten Interviews geben Antworten auf diese Fragen und vermitteln vielfältige Eindrücke zum Leben vor 1939 in Leipzig.

Im Film sowie bei der Buchvorstellung zeichnet Elke Urban zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus ein anschauliches Bild der damaligen Zeit nach.

Der Eintritt zur Archiveröffnung und der Buchvorstellung mit Film ist frei. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

 

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