Donnerstag, 19.09.2013

Baustart für zweiten Abschnitt des GEOPFAD

2012 wurde der erste Bauabschnitt der Geopfads übergeben. Bestandteil sind 15 Informationstellen an Markkleeberger und Störmthaler See.

Ab Montag, dem 23. September 2013, wird der erdgeschichtliche Zeitpfad (GEOPFAD) um drei wichtige Elemente erweitert werden. Dank der Förderung aus dem Programm Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) und kommunalen Eigenmitteln der Stadt Markkleeberg und der Gemeinde Großpösna entstehen am Markkleeberger und Störmthaler See ein geologischer Schichtenstapel und zwei geologische Fenster.

Nach einer umfangreichen Planungsphase durch das beauftragte Büro Freiraumkonzepte GbR, unterstützt von den Geologen Prof. Dr. Arnold Müller (Universität Leipzig) und Dr. Gerda Standke (Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie) können die Bauarbeiten an beiden Seen beginnen.

Am Markkleeberger See entsteht südlich der Auenhainer Treppe ein geologischer „Schichtenstapel“. Sieben Betonstufen werden den inzwischen überdeckten geologischen Aufschluss – die sogenannte Wachauer Folge – plastisch sichtbar machen. Sie markieren die sieben kartierten Erdschichten in diesem Böschungsabschnitt – von den tertiären Meeressanden, die vor 28 Millionen Jahren hier angespült wurden, bis zur ca. 150.000 alten eiszeitlichen Saale-Grundmoräne.

Am Störmthaler See sind die erdgeschichtlichen Prozesse an einigen Böschungsabschnitten für geologische Interessierte noch deutlich ablesbar. Besonders markant ist der Bändertonaufschluss unterhalb des alten Störmthaler Aussichtspunktes und der Aufschluss der maritimen Formsande im Bereich des Gösel-Canyons.

Um diese geologischen Fenster auch für Laien erkenn- und erlebbar zu machen, werden am Bändertonaufschluss und auf der Grunaer Halbinsel mit Blick zur Canyonlandschaft geologische Fenster installiert. Vor Beginn der Bauarbeiten wurden beide überregional wichtigen, geologischen Aufschlüsse noch einmal angeschnitten und mittels eines Lackabzuges dokumentiert. Eingefasst in die Betonkörper der Informationsstelen, bilden die beiden Lackprofile, die die unterschiedlichen Farben und Körnungen der einzelnen Erdschichten konservieren, die geologischen Fenster. Ergänzt werden die Fenster durch die wissenschaftliche, dem Laien aber verständliche Texte der beiden einbezogenen Geologen.

 

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