Dienstag, 21.05.2013

Eröffnung der Kanupark-Schleuse besiegelt Seenhochzeit

Trotz des Regens kamen einige Zuschauer an den Störmthaler Kanal, um die erste offizielle Schleusung mitzuerleben.

Premiere im Leipziger Neuseenland und auch in Sachsen: Mit der Eröffnung der Kanupark-Schleuse zwischen Markkleeberger See und Störmthaler See wurden erstmals zwei Bergbaufolgeseen im Freistaat miteinander verbunden.

Aus diesem Anlass luden Stadt Markkleeberg, Gemeinde Großpösna, Landratsamt Leipzig sowie die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) alle Bürgerinnen und Bürger der Region zur Feier an den Kanal ein.

Unter den Augen zahlreicher Schaulustiger am Ufer sowie mit zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft an Bord nahm das Personenschiff MS „Wachau“ heute die erste offizielle Schleusung vor - und die ist zu jedem Schleusengang Maßarbeit. Bei einer Kammerlänge von 20,00 Metern und einer Kammerbreite von 5,00 Metern hat die MS „Wachau“ zu jeder Seite der Schleuse nur wenige Zentimeter Platz.

Im 850 Meter langen Störmthaler Kanal – er ist der erste schiffbare Kanal seiner Art im Leipziger Neuseenland – bot sich rund um die Schleuse allen Beteiligten und Besuchern ein buntes Bild. Der „Wachau“ folgten Segler, Kanus und andere Boote. Am Ufer präsentierten sich zahlreiche Leistungsträger mit ihren Angeboten.

Der Bau der Kanupark-Schleuse ist ein Projekt im Rahmen des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Die Baukosten in Höhe von ca. 4,66 Millionen Euro trägt mit rund 4,3 Millionen Euro der Freistaat Sachsen und mit rund 360.000 Euro der Bund. Bauherr der Maßnahme ist die Stadt Markkleeberg, Projekträgerin ist die LMBV. Das Bauvorhaben wurde von der Firma Heilit Umwelttechnik GmbH aus Chemnitz realisiert; für die Planung und Bauüberwachung zeichnete C & E Consulting und Engineering GmbH aus Chemnitz verantwortlich.

Nach der offiziellen Veranstaltung wird die Schleuse in den Automatikbetrieb geschaltet. Damit können Fahrgastschiff und die bereits vor der Freigabe des  Störmthaler Sees genehmigten geführten Wasserwanderertouren die Einfahrt zum Störmthaler See passieren. Private Bootsfahrer benötigen leider eine Einzelgenehmigung des Landratsamtes/Untere Wasserbehörde.


Daten zur Schleuse und zum Kanal

Kanal
Länge:                                     850,0 Meter (ohne Seeausbuchtung)
Sohlbreite:                              5,0 Meter
Kanalbreite:                           17,0 Meter (auf Wasserhöhe)
Mittlere Wassertiefe:             2,0 Meter

Schleuse
Länge:                                     40,0 Meter
Nutzbare Kammerlänge:     20,0 Meter
Kammerbreite:                      5,0 Meter
Hubhöhe:                                4,0 Meter
Länge oberer Vorhafen:       ca. 50,0 Meter (Liegeplatzlänge)
Länge unterer Vorhafen:      ca. 50,0 Meter (Liegeplatzlänge)

Brücken
Brücke A38:                            Unterquerung im Bestand
Hubbrücke:                             Rundweg Markkleeberger See
Stützweite:                               10,35 Meter
Durchfahrtsbreite:                  4,9 Meter

 

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