Welche Unterlagen werden für die Anmeldung einer Geburt benötigt?

Gesetzliche Grundlagen für diese Forderung finden sich in den §§ 16, 17, 18 und 21 Personenstandsgesetz.

§ 16 Personenstandsgesetz - Anzeigefrist - Die Geburt eines Kindes muss dem Standesbeamten, in dessen Bezirk dieses Kind geboren ist, binnen einer Woche angezeigt werden. Ist das Kind totgeboren oder in der Geburt verstorben, so muss die Anzeige spätestens am folgenden Werktag erstattet werden.

§ 17 Personenstandsgesetz - Anzeigepflicht - Zur Anzeige sind, und zwar in nachstehender Reihenfolge, verpflichtet:

  1. der Vater des Kindes, wenn er Mitinhaber der elterlichen Sorge ist,
  2. die Hebamme, die bei der Geburt zugegen war,
  3. der Arzt, der dabei zugegen war,
  4. jede andere Person, die dabei zugegen war oder von der Geburt aus eigener Wissenschaft unterrichtet ist,
  5. die Mutter, sobald sie dazu imstande ist.

Die Anzeige ist mündlich beim Standesbeamten zu erstatten.

§ 18 Personenstandsgesetz - Geburt in öffentlichen Einrichtungen
Wird ein Kind im Krankenhaus geboren, so trifft die Verpflichtung zur Anzeige ausschließlich den Leiter bzw. den von ihm Bevollmächtigten des Krankenhauses. Diese Anzeigen gehen dem Standesbeamten schriftlich zu. Die Mutter oder der Vater des Kindes sind verpflichtet, die Unterlagen beizubringen die in § 21 PStG unter den Nr. 2 und 6 niedergeschrieben sind. Das Krankenhaus schickt die Unterlagen an das Standesamt und werden dort dann den Eltern ausgehändigt.

§ 21 Personenstandsgesetz - Eintragung ins Geburtenbuch - Dazu sind dem Standesbeamten folgende Unterlagen vorzulegen:

  1. eine Bescheinigung des Arztes oder der Hebamme, die bei der Geburt zugegen waren, mit den Angaben über den Zeitpunkt der Geburt, über das Geschlecht, das Körpergewicht und die Länge des Kindes sowie über Namen und Wohnung der Eltern
  2. die Geburtsurkunde der Mutter oder wenn die Eltern des Kindes verheiratet sind den Nachweis der Eheschließung (Heiratsurkunde oder begl. Abschrift aus dem Familienbuch, welches beim Standesbeamten geführt wird)
  3. sind die Eltern des Kindes nicht verheiratet, ggf. die Vaterschaftsanerkennung die vor der Geburt des Kindes beurkundet wurde
  4. ist die Mutter geschieden, ist das rechtskräftige Scheidungsurteil vorzulegen
  5. der Personalausweis oder Reisepass (hier bitte mit Nachweis der Wohnung)
  6. bei Kindern ausländischer Eltern die Kopie des Passes mit Nachweis des Aufenthaltstitels

Für die Bestimmung des Geburtsnamens eines Kindes gibt es eine Vielzahl von Voraussetzungen und Möglichkeiten. Es ist in jedem Falle ratsam, sich vor der Geburt des Kindes mit dem Standesbeamten in Verbindung zu setzen.