Formalitäten

Welche Unterlagen werden für die Meldung eines Sterbefalls beim Standesamt benötigt:

Gesetzliche Grundlagen für diese Forderung finden sich in den §§ 32, 33, 37 und 68a - Personenstandsgesetz.

§ 32 Personenstandsgesetz - Anzeigefrist - Der Sterbefall ist spätestens an dem dem Todestag folgenden Werktag dem zuständigen Standesbeamten anzuzeigen.
§ 33 Personenstandsgesetz - Anzeigepflicht - Zur Anzeige sind, und zwar in nachstehender Reihenfolge, verpflichtet:

  1. das Familienhaupt
  2. derjenige, in dessen Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat und
  3. jede Person, die bei dem Tode zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigener Wissenschaft unterrichtet ist.

In den meisten Fällen werden von den Hinterbliebenen Bestatter mit der Regelung beim Standesamt beauftragt.

§ 37 Personenstandsgesetz - Nachweise bei Anzeige eines Sterbefalles
War der Verstorbene ledig, so wird die Geburtsurkunde und der Personalausweis des Verstorbenen benötigt.
War er verheiratet ist die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch und der Personalausweis vorzulegen.
War er verwitwet oder geschieden muss der Nachweis der Eheschließung und die Sterbeurkunde oder das Scheidungsurteil (bitte mit Rechtskraftvermerk) eingereicht werden.

§ 68a Personenstandsgesetz - Verpflichtung zu Angaben und zur Vorlage von Urkunden
Werden nur unvollständige Angaben und keine Urkunden dem Standesbeamten vorgelegt, so kann eine Beurkundung nicht stattfinden. Der Anzeigende wird verpflichtet, dem Standesbeamten in einer bestimmten Frist die fehlenden Angaben nachzuweisen. Kommt er dieser Forderung nicht nach, kann er gemäss § 69 Personenstandsgesetz mittels Zwangsgeld angehalten werden.