Auenlandschaft

Die Auenlandschaft zwischen Elster, Pleiße und Gösel war geprägt durch die Mäander der Batschke, durch den Floßgraben sowie „ Tagebaue“ anderer Art, die Lehmgruben. Sie lieferten den Rohstoff für die Ziegeleien der Umgebung und entwickelten sich im Laufe der Zeit zu idyllischen Bade- und Angelseen.

Zöbigker und Prödel besaßen wie Leipzig einen Floßplatz. Reste des Floßgrabens am Ostufer des Cospudener Sees erinnern daran, dass hier 300 Jahre lang aktiv Flößerei vom Vogtland bis nach Leipzig betrieben wurde. Mit Beginn des Abbaus der ersten „ Erdkohlen" im 19. Jahrhundert verlor der Floßgraben jedoch an wirtschaftlicher Bedeutung, er existierte aber als Flusslauf bis zu seiner teilweisen Abbaggerung weiter.

Zwischen Zöbigker und Cospuden stand allein in der offenen Elsteraue, nur von Feldern umgeben, die Napoleoneiche. Sie wurde so genannt, weil erzählt wird, Napoleon habe nach der verlorenen Völkerschlacht von 1813 im Schatten der Eiche seine Offiziere verabschiedet. Andere sprechen von der Friedenseiche, die 1648 nach Beendigung des 30jährigen Krieges anlässlich des Westfälischen Friedens gepflanzt worden sein soll. Lange stand sie an der oberen Abraumkante des Tagebaus Zwenkau und wurde künstlich bewässert, bis sie am 17. März 1981 wegen des vorrückenden Cospudener Tagebaus gefällt wurde.
Die Auszählung der Jahresringe ergab ein Alter von ungefähr 250 Jahren.