Zöbigker

Der Markkleeberger Ortsteil mit erster nachweisbarer Erwähnung im Jahre 1378 liegt heute direkt am Ostufer des Cospudener Sees.

Besonders geprägt wurde der Ort nachdem die Familie Kees das ehemalige Gut erworben hatte. Oberpostmeister Johann Jakob Kees der Ältere hatte die sächsische Post von 1692 bis 1705 mit Unterbrechungen gepachtet. Johann Jakob Kees der Jüngere gab die Post 1712 wieder in Staatshand zurück und finanzierte von der Entschädigung durch August den Starken den Erwerb Zöbigkers.

Unter Beratung von David Schatz ließ er das Herrenhaus, die Mühle und andere Gebäude im Ort im Stil des Leipziger Barock aufführen. Während das Herrenhaus, auch als Schloss bezeichnet, durch aufwändige Sicherungsmaßnahmen gerettet werden konnte, fielen der dazugehörige Park und die Mühle, in späteren Zeiten ein beliebtes Ausflugslokal, der Kohle zum Opfer.