Bruno Taut (1880 - 1938)

Der ehemalige Besitzer und Direktor des Leipziger Schauspielhauses Wilhelm Berthold verpflichtete 1926 Bruno Taut zu Planung und Bauausführung seines Wohnhauses in Gautzsch. Bruno Taut - Stararchitekt aus heutiger Sicht - stand zu dieser Zeit auf dem Gipfel seines Schaffens. Als sich 1912 die Moderne in der Architektur auch in Deutschland durchsetzte, fand die Formensprache des Hochbegabten endlich Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Er wird Mitglied im Werkbund und Freund von Gropius und Scheerbart.

Solitärhäuser konzipierte und baute er außer für seinen eigenen Bedarf nicht, das in der Markkleeberger Offenbachstraße ist daher eine Seltenheit und architektonische Berühmtheit.

Am Anfang stand jedoch eher die Konfrontation des industriellen, schnörkelfreien Baus mit den benachbarten und in Markkleeberg üblichen Villen im barocken und klassizistischen Stil.

Bruno Taut verschmilzt für das Markkleeberger Solitärhaus organisch Innen- und Außenarchitektur, nimmt selbst noch eine Gartenplanung vor - aus heutiger Sicht ein ästhetisches Gesamtkonzept.

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