Handlungsfelder

Städtebauliche Maßnahmen

Die Vorhaben für Infrastruktur/städtebauliche Situation verfolgten als Hauptziele eine notwendige Stärkung der Stadtteilzentren, verbunden mit der Sanierung ortsbildprägender Gebäude, die Wiederherstellung fehlender Verknüpfungen mit dem Landschaftsraum und die Aufwertung der städtebaulichen Räume. Dank des EFRE Förderprogramms konnten folgende Maßnahmen realisiert werden:

1. Sportpark „Camillo Ugi“

Mit Hilfe von EFRE-Fördermitteln in Höhe von 611.524,19 € hat die Stadt Markkleeberg von 2009 bis 2010 das Hauptgebäude des Sportparks unter energiespezifischen Gesichtspunkten saniert. Am 15.06.2010 fand die feierliche Übergabe statt. Ergänzend wurde ein Außenaufzug angebaut, der das Gebäude auch für Behinderte zugänglich macht. Durch barrierefreie Umbauten im Innenbereich kann das Hauptgebäude künftig auch von Vereinen des Behindertensports genutzt werden.

2. Orangerie, Gut Gaschwitz

Mit den Fördermöglichkeiten aus dem EFRE-Programm hat die Stadt Markkleeberg von 2009 bis 2012 das Torhaus Süd und die Orangerie des ehemaligen Guts Gaschwitz zu einem Bürger- und Vereinshaus ausgebaut. Die feierliche Eröffnung konnte am 31. Mai 2012 gefeiert werden. Das Haus wird seitdem als Treffpunkt für Vereine (Senioren, Familienzentrum, Kunstverein) genutzt und ist zudem eine beliebte Veranstaltungsstätte im Stadtteil. Durch den Einbau eines Aufzuges ist es barrierefrei zugänglich.Ergänzend zu den Baumaßnahmen wurden die Außenanlagen neugestaltet.

3. Stadtwald Gaschwitz

Nach Erwerb des ca. 3 ha großen Auwaldrestes mit Altbaumbestand wurde dieser Landschaftsbereich von 2011 bis 2012 ökologisch aufgewertet. Die Qualifizierung des vorhandenen Gehölzbestandes, das Anlegen von Wegen und einer kleinen Lichtung und der Ausbau artenreicher Waldsaumstrukturen standen im Vordergrund der Maßnahmen. 

4. Neubau Vereinssporthalle

Zur Sicherung und Verbesserung bestehender Freizeit- und Sportangebote in Gaschwitz und Großstädteln sowie zur Angebotserweiterung für ältere und behinderte Bevölkerungsgruppen wurde ein Neubau der Vereinssporthalle von 2009 bis 2010 realisiert.Die neue Einfeldturnhalle in Stahlbauweise mit einem Hallenkörper von ca. 27 x 28 m und einer lichten Höhe von 7 m wird modernsten Ansprüchen des Vereinssports gerecht. Parallel zur Fertigstellung des Neubaus erfolgte der Abbruch der bestehenden Halle sowie die Umgestaltung der Außenanlagen. Am 27.10.2010 fand unter Teilnahme eines Vertreters des sächsischen Ministeriums des Innern die feierliche Übergabe statt.

 

Bürgergesellschaft

Mit den Vorhaben aus dem Bereich Bürgergesellschaft unter dem Stichpunkt „Verein(e) Dich“ wurden das soziale Miteinander und das kulturelle Leben in den Stadtteilen gefördert.
Die Maßnahmen unterstützten die Arbeit der vorhandenen Vereine und ermutigten die Bürger, sich in neuen Vereinen zu organisieren. Es wurden 12 Vereine u.a. der Sportvereien Gaschwitz 09 e.V., das Jugend- und Begegnungszentrum Gaschwitz e.V., die Seniorenbegegnungsstätte Gaschwitz, das Kultur- und Umweltzentrum sowie der Förderverein der Grundschule Großstädteln gefördert.
Außerdem wurden unter dem Motto "Leben in der Orangerie" verschiedene Angebote von drei Vereinen bezuschusst:

  • Familienzentrum "Lichtblick e.V."
  • Verein "Kulturbahnhof e.V."
  • Kunstverein Markkleeberg e.V.
     

 

Qualifizierte Freizeitgestaltung

Unter dem Motto "Ortsteile in Bewegung" wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Fördergebiet umgesetzt. Dazu zählen u.a.:

  • informative Beschilderung an historisch wertvollen Gebäuden
  • Tafeln zur Ortsgeschichte
  • eine geschichtliche Dauerausstellung in der Orangerie

Zur Verbesserung der Freizeitgestaltung zählt auch die Neugestaltung der Außenanlagen der Vereinssporthalle Gaschwitz. Gegenstand der Umgestaltungsmaßnahmen von 2009 bis 2010 waren u.a. die Instandsetzung des vorhandenen Fußballfeldes, die Sanierung des Sandspielplatzes und des Gerätespielplatzes, die Schaffung von Beachvolleyball-Möglichkeiten und einer kleinen Kletterwand (an Fassade Neubau Vereinssporthalle), die Befestigung von Zufahrt und Parkplätzen sowie die Schaffung zusätzlicher Parkmöglichkeiten. Hierfür wurden EFRE-Fördermittel in Höhe von 176.432,57 € eingesetzt.

Des weiteren wurde der Spielplatz Großstädteln neugestaltet.
Das geförderte  Projekt "DJ- und Musikstudio im Jugend- und Begegnungszentrum Gaschwitz" fand ein großes Echo unter Jugendlichen, die unter fachkundiger Leitung und mit Hilfe neuster Studiotechnik eigene Musik aufnehmen konnten

  

Wirtschaft

Neben dem Ausbau der Infrastruktur und des Städtebaus war für den Stadtteil die wirtschaftliche Stabilisierung und Stärkung ein absoluter Schwerpunkt.

Gewerbepark Großstädteln
Der Gewerbepark „Markkleeberg-Großstädteln“ (ehemals „Polyfol“) wurde durch Sanierungsmaßnahmen an den vorhandenen Gebäuden und Ordnungsmaßnahmen attraktiv für die Neuansiedlung von Unternehmen umgestaltet.
Dadurch konnten neue Arbeitsplätzen entstehen.

Richtlinie zur Förderung kleiner Unternehmen
Ziel der Maßnahme war es, entsprechend der durch den Stadtrat im Juni 2009 beschlossenen Richtlinie zur Förderung kleiner Unternehmen – KU-Richtlinie – die einzelnen Gewerbetreibenden im Fördergebiet zu unterstützen und die Grundlage für weitere Unternehmensansiedlungen zu bilden. 11 kleinere Unternehmen konnte durch die Umsetzung der Richtlinie im Fördergebiet gefördert werden.

Öffentlichkeitsarbeit/Programmbeteiligung

Durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit wurde ein transparenten und wirksamen Informations- und Wissensaustausch ermöglicht. Dazu zählten:

  • regelmäßige Presseberichte
  • auf Stadtfesten und Stadtteilfesten wurde über das EFRE-Programm informiert
  • eine Broschüre wurde erarbeitet
  • die EFRE-Internetseiten der Stadt Markkleeberg wurden stetig aktualisiert
  • im Ortschaftsrat Gaschwitz wurden die Maßnahmen besprochen. 

Programmbeteiligung:  Mit dem Integrierten Handlungskonzept (IHAK) wurden die Grundlagen für eine umfassende Entwicklung der Stadtteile Gaschwitz und Großstädteln dargestellt. Die Analyse der Ausgangssituation hat die vorhandenen Potenziale, aber auch die zahlreichen Benachteiligungen aufgezeigt. Während der Programmbegleitung wurde das IHAK-Feinkonzept vertieft. Eine externe Projektsteuerung begleitete alle Maßnahmen über den gesamten Durchführungszeitraum und koordiniert ein vernetztes Denken und Handeln aller wichtigen Akteure.