Das EFRE-Gebiet "Gaschwitz/ Großstädteln"

Die EFRE-Förderung

Im September 2008 beantragte die Stadt Markkleeberg für das Gebiet „Gaschwitz/Großstädteln“ auf der Grundlage eines gebietsbezogenen, integrierten Handlungskonzepts (IHAK) die Aufnahme in das EFRE-Förderprogramm zur Unterstützung benachteiligter Stadtteile.
Am 25. März 2009 übergab der sächsische Innenminister Albrecht Buttolo im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung der Stadt Markkleeberg den Bescheid über ca. 4,85 Millionen Euro Fördermittel. „Oberstes Ziel ist es, die Lebensqualität in den Gebieten zu erhöhen“, betonte der sächsische Innenminister. 

Das EFRE-Gebiet "Gaschwitz/ Großstädteln"

Das EFRE-Gebiet liegt zwischen Markkleeberger und Cospudener See in den Stadtteilen Gaschwitz und Großstädteln. Die im Süden von Markkleeberg gelegenen Ortsteile erstrecken sich entlang des Flusses Pleiße und der parallel verlaufenden Bundesstraße 2/95. Nördlich wird das Gebiet durch die Staatsstraße 46 abgegrenzt. Zwei starke Zäsuren im Untersuchungsgebiet bilden die Nord-Süd-Trasse der Deutschen Bahn AG und die im Ortsteil Gaschwitz querende Bundesautobahn 38.

Gegenüber den übrigen Stadtteilen offenbart das EFRE-Gebiet erhebliche Rückstände und Defizite in seiner städtebaulichen, wirtschaftlichen, demografischen und sozialen Entwicklung. Es wurde in der Vergangenheit durch die Tagebaue zum Braunkohleabbau stark geschädigt. Die Tagebaue reichten von zwei Seiten bis an die Ortsgrenze bzw. es wurden Teile des Stadtteils abgebaggert, so dass nur ein schmales Siedlungsband verblieb.

Heute ist dieser Bereich extrem durch hohes Verkehrsaufkommen benachbarter Straßen (Bundesstraße 2) und auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn AG benachteiligt. Bei Gesprächen und Begegnungen mit den Einwohnern kam zum Ausdruck, dass sich viele Menschen „räumlich und mental von Markkleeberg abgeschnitten fühlen“.

Im Januar 2009 beschloss daher der Markkleeberger Stadtrat, das Untersuchungsgebiet in den Stadtteilen Gaschwitz und Großstädteln gemeinsam mit Mitteln des „Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung“ (Förderperiode 2007-2013) – Stadtentwicklung  weiterzuentwickeln. Hierbei soll ein ganzheitlich vernetztes Denken und Handeln aller Akteure und Beteiligten mithelfen, die aufgestellten Ziele zu erreichen. Da das Entwicklungsgebiet in Teilbereichen gleichzeitig in das Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt“ aufgenommen wurde, können umfassende Synergieeffekte bei der Vorbereitung und Realisierung der Maßnahmen genutzt werden.

Die Fördermittel

Ingesamt wurde das Gebiet bis 2013 mit 5,195 Millionen Euro gefördert.

Diese wurde in den 6 Handlungsfeldern eingesetzt:

  • Infrastruktur/städtebauliche Maßnahmen
  • Bürgergesellschaft
  • qualifizierte Freizeitgestaltung
  • Wirtschaft
  • Programmbegleitung
  • Öffentlichkeitsarbeit