Verlorene Orte - Orte und Landschaften auf der Kohle

Markkleeberg liegt auf Kohle. 14 m bis 20 m Braunkohle, aufgeteilt in zwei Flöze, lagern 40 m bis 70 m tief unter dem gesamten Stadtgebiet. Für den vollständigen Abbau waren die städtische Bebauung jedoch zu dicht und die Bürgerproteste zu laut. So mussten die vom Süden auf Markkleeberg zulaufenden Braunkohletagebaue im Falle des Tagebaues Espenhain nach Osten und im Falle der Tagebaue Zwenkau und Cospuden nach Westen abdrehen.

Die südlich der Stadt gelegenen Erholungsgebiete, Flussauen und landwirtschaftlichen Flächen wurden jedoch zerstört - unwiederbringlich wurden ganze Orte überbaggert.

Ihr Andenken bewahren die beiden neuen Seen in Markkleeberg - der Cospudener See und der Markkleeberger See. Seit der politischen und energieökonomischen Wende 1990 befindet sich die Region um Leipzig in einem tiefgreifenden strukturellen und landschaftlichen Wandel und hat sich als Leipziger Neuseenland einen Namen als vitales, erlebnisreiches und spannendes Reiseziel erobert.