Markkleeberg und die Völkerschlacht bei Leipzig 1813

In der Leipziger Ebene kam es vom 14. bis 19. Oktober 1813 zur verlustreichsten Schlacht der Befreiungskriege - der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Tausendfaches Sterben, unerbittliches Leid für die Dorfbewohner und grenzenlose Zerstörung der Höfe, Bauerngüter und Wirtschaften waren die Folge.

Etwa eine halbe Million Soldaten aus allen europäischen Staaten und Nationen sowie verschiedene asiatische Völkerschaften im russischen Heer lieferten sich auf drei Schlachtfeldern rund um Leipzig unerbittliche Gefechte, die als Völkerschlacht bei Leipzig 1813 in die Geschichte eingingen und den Niedergang Napoleons Herrschaft über Deutschland besiegelten.

Die Orte Markkleeberg (heute Markkleeberg-Ost) und Wachau, an der sogenannten Südfront gelegen, mussten unter dem Kampfgeschehen vom 16.10. – 18.10.1813 besonders leiden. Eine der drei Hauptschlachten am 16. Oktober 1813 und die größte Reiterschlacht der Neuzeit  am 14 10.1813 fanden bei Wachau statt.

1991 erklärte das Sächsische Staatsministerium das Südliche Schlachtfeld der Völkerschlacht bei Leipzig zum Flächendenkmal.

Die Völkerschlacht bei Leipzig 1813 – das für die europäische Geschichte bedeutungsvolle Ereignis – steht alljährlich im Oktober im Zentrum eines umfangreichen Veranstaltungsprogramm. An den historischen Schauplätzen, am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig und an den Torhäusern in Markkleeberg und Dölitz treffen sich die Traditionsvereine aus ganz Europa zum Gedenken an die Opfer der Völkerschlacht. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten finden Kranzniederlegungen, Gottesdienste, Konzerte, Diskussionsforen, Biwake und auch Nachstellungen der Kämpfe statt.

Publikation zum Kampfgeschehen in Markkleeberg "Oktober 1813"

Die Autoren Andreas Baage und Michael Zock versuchten mit Behutsamkeit eine Annäherung an die Zeiten und Ereignisse der Völkerschlacht in den ehemals selbständigen Orten, die das heutige Markkleeberg formen. Sie zeichneten mit den Markkleeberger Blättern Nr. 5 ein anschauliches Bild der kleinen Dörfer, der kargen Lebensweise ihrer Menschen, der durch Einquartierungen, Kampfhandlungen und Kriegsfolgen hervorgerufenen Not, der Kriegswirren und des unmenschlichen Kampfes um jeden Quadratmeter Boden.

Für die Komplexität und teilweise Unüberschaubarkeit der militärischen Ereignisse allein im Ort Markkleeberg (heute Markkleeberg-Ost) und seinen Flurbereichen spricht, dass es in diesem relativ kleinen Gebiet vier von einander unabhängige Gefechtsfelder gab: den Ort selbst, das Schlossgelände, das Kellerberggebiet und die Markkleeberger Flur in Richtung Cröbern und Crostewitz, zwei durch den Bergbau verlorene Dörfer.

Dieser Band leistet einen wertvollen Beitrag bei der Vermittlung von Regionalgeschichte.

VP: 7,00 €

Erhältlich im Torhaus Markkleeberg und in der Stadtbibliothek.

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