Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Markkleeberg

Verleihung der Ehrenmedaille an Dr. Arndt Haubold

Nach fast 24 Jahren des aktiven Pfarrdienstes in Markkleeberg ging Pfarrer Dr. Arndt Haubold im Alter von 64 Jahren am 31. Mai 2018 in den Ruhestand.

In dieser Zeit hat er sich um die Entwicklung der Stadt außerordentlich verdient gemacht. Viele bauliche Projekte wurden unter seiner Leitung umgesetzt und vorangebracht, allen voran die Sanierung der barocken Martin-Luther-Kirche und die Entwicklung der Fahrradkirche Zöbigker zu einem geistlichen und kulturellen Treffpunkt am Cospudener See.

Mit dem ökumenischen Gottesdienst beim Stadtfest hat er die Kirche für alle Bürger geöffnet. Mit seiner seelsorgerischen Kompetenz und seinem unermüdlichen integrativen Wirken hat er zum Zusammenhalt der Menschen in unserer Stadt beigetragen.

Verleihung der Ehrenmedaille an Robert Förster

In Würdigung seiner internationalen sportlichen Erfolge und seines außerordentlichen Engagements für den Radsport wurde dem Weltklassesprinter Robert Förster am 19. Oktober 2016 die Ehrenmedaille der Stadt Markkleeberg verliehen.

Robert Försters Profilaufbahn begann im Jahr 2001 mit einem Vertrag beim UCI-lizenzierten Radsportteam Nürnberger. In diesem Team gewann er mehrere Etappen bei internationalen Rundfahrten. Seine größten sportlichen Erfolge erzielte er allerdings ab dem Jahr 2002 im Team Gerolsteiner mit drei Etappensiegen beim Giro d‘Italia 2006/2007, Siegen bei Eintagesrennen in Groningen-Münster 2003 und 2004 sowie mit der Silbermedaille bei den Deutschen Straßenmeisterschaften 2005. An der Tour de France nahm er erstmals im Juli 2005 teil.
Nach Auflösung des Teams Gerolsteiner wechselte Robert Förster zum Team Milram und nach dessen Auflösung im Jahr 2011 in die USA zum UnitedHealthcare Pro Cycling Team.
Insgesamt feierte er mehr als 30 Siege als Sprinter in UCI-Rennen.

Seiner Heimatstadt Markkleeberg, in der Robert Förster 1978 geboren wurde, fühlte er sich stets verbunden. Das drückte sich auch in seinem Engagement für die Förderung des Rad-Nachwuchssports aus. Gemeinsam mit dem Rad- und Fitnessclub Markkleeberg e. V. rief Robert Förster im Jahr 2010 den nach ihm benannten Nachwuchs-Cup ins Leben. Am Markkleeberger See und in der Region ringen nun jährlich die jüngsten radbegeisterten Sportler um Erfolge. Die Teilnehmerzahlen der Wettkampfserie wachsen dabei stetig. Beim Bambini-Rennen können schon die Kleinsten bis sechs Jahre Wettkampfluft schnuppern. Bei den älteren Lizenzfahrern U11-U15 der Radvereine aus mehreren Bundesländern geht es um Platzierungen und Siege. Robert Förster ist für sie ein Radsport-Vorbild.

Der Radsport in Markkleeberg hat eine lange Tradition. Hier war das Trainingszentrum des Radleistungssports zu DDR-Zeiten und hier trainierten so namhafte Radsportler wie Dieter Gonschorek, Egon Adler, Wolfgang Stamm und Wolfgang Wesemann. Die erfolgreiche Markkleeberger Radsporttradition wird Dank des Engagements von Robert Förster fortgesetzt.

Robert Förster beendete mit Saisonausklang 2015 seine lange und erfolgreiche Karriere als Radsportler.
Nach dem Ende seiner Sportkarriere ist er weiterhin unternehmerisch tätig. 

Verleihung der Ehrenmedaille an Herrn Hans-Joachim Haubold

Herrn Hans-Joachim Haubold wurde am 15.10.2014 die Ehrenmedaille der Stadt Markkleeberg in Würdigung seiner Verdienste als Vizepräsident des Fußballvereins Kickers 94 Markkleeberg e. V. verliehen.

In den zwanzig Jahren des Bestehens des Fußballvereins Kickers 94 Markkleeberg e. V. war er der verantwortliche Manager des Vereins. Mit unermüdlichem Einsatz und großem persönlichen sowie organisatorischen Aufwand führte er die 1. Männermannschaft zur heutigen Landesliga und die weiteren Mannschaften zu bedeutenden Erfolgen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Förderung des Fußballnachwuchses.
Für dieses herausragende Engagement wurde Herr Hans-Joachim Haubold ausgezeichnet.

Anlässlich der Festveranstaltung zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 2. Oktober 2010 würdigte die Stadt Markkleeberg das Engagement von Frau Erika Böhler, Herrn Bernd Menke, Herrn Rolf Müller und Herrn Dieter Schlott mit der Ehrenmedaille.

Frau Erika Böhler

Frau Erika Böhler ist die Ideengeberin für die praktische Umsetzung der städtepartnerschaftlichen Arbeit zwischen Markkleeberg und Neusäß. Als Stadträtin und Mitglied des Kulturausschusses nahm Frau Erika Böhler an der ersten Reise 1990 nach Markkleeberg teil. Sie war Mitglied der Arbeitsgruppe Städtepartnerschaft sowie Gründungsmitglied des Partnervereins Neusäß – Markkleeberg. Mit großem Einsatz leitete sie seit 1992 als stellvertretende Vorsitzende und seit 2005 als Vorsitzende des Vereins sowie als 3. Bürgermeisterin die städtepartnerschaftliche Zusammenarbeit.

Ihre Amtszeit als 3. Bürgermeisterin endete 2008 nach zwölf Jahren.
Ihrem Engagement ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Schüleraustausch über viele Jahre Bestand hatte, der Kulturaustausch, die Kontakte zwischen den Vereinen und die Bürgerfahrten in die neuen Bundesländer zustande kamen.

Herr Bernd Menke

Herr Bernd Menke war Stadtrat in Hemmingen und Lehrer am Gymnasium in Laatzen.

Er nahm im Dezember 89/Januar 90 Kontakt mit dem neu gegründeten Ortsverein der SPD Markkleeberg-West auf und half beim weiteren Aufbau des Vereins. In der daraus entstandenen Städtepartnerschaft engagierte er sich besonders in der Zusammenarbeit mit den Schulen. Er förderte den Aufbau von Schülersprecher-Strukturen in Markkleeberg und organisierte den Meinungsaustausch zwischen den gewählten Schülersprechern von Markkleeberg und Laatzen. Es gelang ihm außerdem über die Schülervertretung Markkleeberg/Leipzig den Aufbau eines Landesschülerrates zu fördern. Weiterhin organisierte er Lehrerweiterbildungen sowie Bildungsreisen. Durch sein großes Engagement hat er wertvolle Unterstützungsarbeit für die städtepartnerschaftlichen Beziehungen geleistet.

Herr Rolf Müller

Herr Rolf Müller gehört zu den Stadträten der ersten Stunde, die bereits 1990 in Markkleeberg dieses Ehrenamt übernahmen.

Er begleitet das Ehrenamt eines Stadtrates in seiner 5. Wahlperiode. Seit 1999 fungiert er als SPD-Fraktionsvorsitzender. Verdienste für die Stadt Markkleeberg hat er sich auch als Vorsitzender des Sozialausschusses der Stadt Markkleeberg erworben. Zudem ist er ehrenamtlich im Sportverein SV Eiche Wachau, zeitweise auch als dessen Vorsitzender, tätig. Besonderes Engagement zeigt er bei den Städtepartnerschaften von Markkleeberg und pflegt den Kontakt dieser.

Herr Müller fährt im Rahmen des Partnerstädtekomitees jedes Jahr nach Pierre-Benite, um am Marché du Monde oder am Lichterfest zum 8. Dezember teilzunehmen. Er war 1989/1990 maßgeblich am Aufbau des SPD-Ortsvereins Markkleeberg beteiligt.

Herr Dieter Schlott

Herr Dieter Schlott gehört zu den Stadträten der ersten Stunde, die dieses Ehrenamt 1990 übernahmen. Später war er als Stadtbaudirektor bei der Stadtverwaltung Markkleeberg angestellt. In seiner Amtszeit wurden wichtige Entscheidungen zur Stadtentwicklung getroffen. Viele Baumaßnahmen, die beschlossen wurden, so die Ausweisung neuer Wohngebiete, Sanierungsgebiete oder die Entwicklung von Gewerbeflächen waren wegweisend für die Entwicklung der Stadt Markkleeberg.
Er war 1989/1990 maßgeblich am Aufbau des SPD-Ortsvereins Markkleeberg beteiligt.

Herr Wolfgang Flohr

In Würdigung seines herausragenden Engagements für den Breitensport wird Wolfgang Flohr die Ehrenmedaille der Stadt Markkleeberg verliehen.

Wolfgang Flohr initiierte und organisierte im Jahr 2004 die erste „7-Seen-Wanderung“ im Leipziger Neuseenland als volkssportliche Wanderung. Mit jährlich steigender Teilnehmerzahl avancierte die „7-Seen-Wanderung“ mit Strecken von vier bis 104 km zum überregionalen Wandergroßereignis für „Jedermann“ und zum Markenzeichen der Region. Als Gesamtleiter ist Wolfgang Flohr zugleich ehrenamtlicher Hauptorganisator und Motor der „ 7-Seen-Wanderung“.

Seinem Engagement ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Stadt Markkleeberg im Jahr 2011 Austragungsort des 3. Sächsischen Wandertages sein wird.

Herr Günter Rössler

Anlässlich seines 80. Geburtstages ehrte die Stadt Markkleeberg am 18. Januar 2006 im Rahmen einer Festsitzung des Stadtrates Herrn Günter Rössler für sein künstlerisches Œuvre als Fotograf mit der Ehrenmedaille und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Günter Rössler wurde am 6. Januar 1926 in Leipzig geboren. Nach Abitur, Militärdienst und Fotografenlehre studierte er von 1948-1951 bei Prof. Johannes Widmann Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Fast sechs Jahrzehnte hat sich Günter Rössler der Akt- und Modefotografie verschrieben. Als international anerkannter Fotograf ist er stets seinem Stil treu geblieben. Seine Bilder strahlen diese selbstverständliche Natürlichkeit aus, die dem Betrachter nicht nur die Schönheit des menschlichen Körpers zeigen, sondern dessen Persönlichkeit vermitteln. Seine Fotografien unterliegen keinen modischen Strömungen, sie sind zeitlos schön.

1960 zog Herr Günter Rössler nach Markkleeberg-Ost und lebte hier mit seiner Familie. Zu seinen bedeutenden Veröffentlichungen zählen „Kunst- Pictorial“ (1983), Bildband Rössler (1992), „ Sequenzen“ (2002) und „Mein Leben in vielen Akten“ (2006). Für den „Verlag für die Frau“ in Leipzig fotografierte er jahrzehntelang das Heft „Modische Maschen“ und erarbeitete dazu das Layout. Einige Jahre fotografierte er für die „Sibylle“ – das Kultmodeheft der DDR. Auch als Reportagefotograf machte er sich einen Namen.

Günter Rössler verstarb am 31.12. 2012 mit 86 Jahren.

Herr Peter Pohlmann

Anlässlich der vor 50 Jahren von Peter Pohlmann gegründeten Schulsportgemeinschaft Volleyball ehrte der Markkleeberger Stadtrat in seiner Festsitzung am 14. September 2005 Peter Pohlmann mit der Ehrenmedaille und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Markkleeberg.

Aus der von Peter Pohlmann gegründeten Schulsportgemeinschaft entwickelte sich die mitglieder- und leistungsstarke Sektion Volleyball der TSG Markkleeberg von 1903 e.V., die heute mit 208 Mitgliedern in 22 Trainingsgruppen eine der größten und erfolgreichsten Volleyballsektionen im Freistaat Sachsen ist.
Bis zum Jahr 2000 war Peter Pohlmann Sektionsleiter und ist noch heute mit 73 Jahren einer der aktivsten Übungsleiter der Sektion. Auch als Vorstandsmitglied und stellvertretender Vereinsvorsitzender leistete er viele Jahre lang hervorragende ehrenamtliche Arbeit und hat damit großen Anteil an der positiven Entwicklung der TSG Markkleeberg von 1903 e.V.
Peter Pohlmanns Begeisterung und Liebe zum Sport brachte er vor allem jungen Markkleebergern nahe. Seiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass im Nachwuchsbereich in allen Altersklassen im Wettspielbetrieb von A- F- Jugend gespielt wird.

Herr Hanns Herbert Julitz

In der Festsitzung des Markkleeberger Stadtrates am 26. März 2004 würdigte die Stadt Markkleeberg die Verdienste von Herrn Hanns Herbert Julitz um das Gemeinwohl mit der Ehrenmedaille und dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.

Über viele Jahre hat Hanns Herbert Julitz das geistig kulturelle Leben in Markkleeberg im Rahmen der Auenkirchgemeinde mitbestimmt. Als Stadtrat in der ersten frei gewählten Stadtverordnetenversammlung hat er aktiv die Kommunalpolitik mitgestaltet.
Als Leiter des Zentralbüros der Stadtverwaltung Markkleeberg war es im Wesentlichen sein Verdienst, dass die Eigenständigkeit unserer Stadt erhalten und damit die Gestaltung der Stadt in der Hand unserer Bürger blieb.
Hanns Herbert Julitz zog 1935 mit seiner Familie nach Markkleeberg. Von 1959 an war er Mitglied des Kirchenvorstandes der Auenkirchgemeinde und von 1971 bis 1996 deren Vorsitzender.

1989 arbeitete er eng mit dem Bürgerkomitee zusammen, um zur Auflösung des Ministerium für Staatssicherheit beizutragen.
Noch heute verfolgt er aufmerksam und engagiert den Werdegang der Stadt Markkleeberg.

Herr Bernhard Jacob Kees

In der Festsitzung des Markkleeberger Stadtrates am 26. März 2004 würdigte die Stadt Markkleeberg die Verdienste von Herrn Bernhard Jacob Kees um das Gemeinwohl mit der Ehrenmedaille und dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt.

Bernhard Jacob Kees übergab der Öffentlichkeit eine große Anzahl eindrucksvoller, kostbarer und historisch bedeutender Dokumente aus seinem Familienbesitz, dem ehemaligen Schlossarchiv Zöbigker, zum Zwecke der fachkundigen Aufbereitung, Archivierung und der wissenschaftlichen Forschung im Sächsischen Staatsarchiv und zum Nutzen aller interessierten Bürgerinnen und Bürger. Diese Schenkung ist für die Stadt Markkleeberg von großer Bedeutung. Die Bilder und Faksimile seltener Flurkarten und Lehnsurkunden Keesscher Besitzungen, die bis 1465 zurück datieren, sind einmalig. Die 260 Karten und Pläne darunter aquarellierte Pläne des Rittergutes Zöbigker aus der Postmeisterära erlauben einen Einblick in damalige Zeit. Kaum eine Familie hat die Geschichte der Markkleeberger Dörfer vom 17. Jahrhundert bis in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg so tief geprägt, wie die Familie Kees.

Bernhard Jakob Kees ist am 22. Juli 2010 im Alter von 86 Jahren verstorben.

Herr Helmut Packmohr

Mit einer Festsitzung des Stadtrates zum Tag der Deutschen Wiedervereinigung würdigte die Stadt Markkleeberg die Verdienste von Helmut Packmohr als Kantor, Lehrer und Musiker mit der Ehrenmedaille und dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Helmut Packmohr war seit 1970 Kantor  in der Martin-Luther-Kirchgemeinde und hat in seiner langjährigen Amtszeit das Markkleeberger Musik- und Kulturleben stark beeinflusst und wesentlich bereichert. Insbesondere durch die musikalische Erziehung von Kindern und Jugendlichen und seiner regelmäßigen Konzertveranstaltungen wirkte er weit über die Grenzen der Kirchgemeinde hinaus. Mit den von ihm regelmäßig organisierten und musikalisch geleiteten großen Kirchenkonzerten setzte er musikalische Höhepunkte wie kein anderer.
Mit diesen musikalischen Veranstaltungen lenkte er auch überregional die Aufmerksamkeit auf das Markkleeberger Musikleben. Zudem gehörte zu seiner Tätigkeit, die Arbeit als nebenamtlicher Dozent an der Hochschule für Musik Leipzig, an der Universität Leipzig und die Ausbildungsleistung für Praktikanten der Kirchenmusikschule in Dresden.