Lutherweg / Pilgerweg entlang der "Via Imperii"

POI - Lutherweg / Pilgerweg entlang der "Via Imperii"

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Strecke 
Leipzig - Markkleeberg - Rötha - Neukieritzsch - Borna - Anschluss an das Altenburger Land 

Geschichte des Pilgerweges 
Von Markkleeberg nach Santiago de Compostela! Pilgerfreunde können jetzt von der Haustür aus starten. Die alte Reichsstraße - Via Imperii - führte von den alten Hansestädten über Berlin und Wittenberg, kreuzte in Leipzig die Via Regia (heute ökumenischer Pilgerweg) und verlief weiter auf 181 km über Markkleeberg, Borna, Altenburg nach Zwickau. Hier stoßen Via Imperii und die alte ”Sächsische Frankenstraße“ zusammen und führen gemeinsam über Reichenbach, Plauen nach Hof.  

In der Zeit vor etwa 1700 – bevor unter den beiden“ Postmeistern“ Johann Jacob Kees das sächsische Postsystem revolutionär modernisiert wurde – kreuzten sich in Leipzig, dem damaligen wirtschaftlichen Zentrum im Wesentlichen nur zwei Haupthandelswege: In Ost-West-Richtung die Via Regia, in Süd-Nord-Richtung die Via Imperii. 

Die Pleiße und die sie begleitenden Sümpfe boten damals ein nahezu unüberwindliches Hindernis. So kam es, dass der südlich von Leipzig verlaufende Teil der Via Imperii sich im Bereich des Connewitzer Kreuzes gabelte. Wer also z.B. aus Richtung Zeitz kam oder dahin wollte, musste den westlicher führenden Weg nutzen. Dieser führte über Gautzsch, Zöbigker, Prödel…. Die Koburger Straße wurde etwa um 1900 erst angelegt, einesteils wegen des wachsenden Verkehrs, andererseits, da die Wegstrecke Gautzsch (Markkleeberg-West) oft unter Überschwemmungen litt. Die Dorfstraße in Zöbigker zwischen Gutsstraße und Cospudener Straße ist ein kleiner, aber insofern bedeutsamer Rest des westlich der Pleiße verlaufenden Abschnittes des Via Imperii, weil er noch immer den gleicher Verlauf wie im Mittelalter hat und nicht durch große Fernverkehrsstraße überbaut wurde. 

Der Abschnitt zwischen Markkleeberg und Rötha wurde am 2.6.2011 mit einem Festgottesdienst in der Fahrradkirche und einer Pilgerwanderung nach Rötha eröffnet. Die lückenlose Ausschilderung wird von den Freunden der Deutschen Jakobusgesellschaft und Pilgerfreunden aus Markkleeberg gesichert.

Gesamtstrecke und mehr Informationen unter www.pilgern-in-mitteldeutschland.de und www.lutherweg.de.

Die Dorfstraße in Zöbigker wurde 2009 aufwändig im dörflichen Charakter saniert. Sie führt am Zöbigker Schloss und der Kirchenruine (Fahrradkirche) vorbei. Es gibt Pläne, die Fahrradkirche nach ihrer Sanierung mit einem Pilgerquartier zu versehen. Die bereits angelegten und neu geplanten Fahrrad- und Wanderwege lassen dies als durchaus sinnvoll erscheinen.