Apelstein 47

POI - Apelstein 47

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erinnert an Graf Weißenwolf

Inschrift:

Feldmarschallleutnant Graf Weißenwolf, Österreich-Grenadier Division, 5.320 Mann

Der Gedenkstein wurde 1938 an der Schäferei in Auenhain aufgestellt, irrtümlicherweise trug er damals die Nummer drei, was auf einen Fehler des Steinmetzes zurückzuführen ist. Infolge des Braunkohlentagebaus wurde der Apelstein 47 auf das Gelände des Wachauer Gutes (heute Pension Völkerschlacht 1813) umgesetzt. Dem gemeinsamen Engagement des Interessenvereins Völkerschlacht 1813 und der Landwirtschaftsaktiengesellschaft Wachau-Störmthal ist es zu verdanken, dass der Apelstein Nr. 47 im Jahr 2004 restauriert und am nahezu historischen Ort auf dem Auenhainer Plateau des Markkleeberger Ses aufgestellt werden konnte.  

Kontaktinformationen

Markkleeberger See - Auenhainer Allee / Oberer Uferweg
04416 Markkleeberg

Während der Befreiungskriege befehligte Weißenwolf eine Grenadier-Division. In der Völkerschlacht bei Leipzig rückte er am 16. Oktober 1813 über Großdeuben und Gaschwitz an das rechte Ufer der Pleiße vor, als Napoleon seine Truppen bei Wachau angreifen ließ, und stellte sich vor Cröbern auf. Damit unterstützte er die Angriffshandlungen der Divisionen von Bianchi und der Nostitz’schen Reiterei. Durch dieses schnelle und umsichtige Handeln trug er dazu bei, das weitere Vordringen der Franzosen zu verhindern. Am Abend konnte durch seine Truppen die Schäferei in Auenhain endgültig besetzt werden. Schließlich hatten seine Angriffshandlungen wesentlichen Anteil daran, dass die alten Stellungen bei Wachau am Abend wieder erreicht werden konnten. Als Poniatowski aus seinen Stellungen bei Lößnig und Dölitz vordrang, schickte Weißenwolf mehrere Bataillone zur Abwehr des Gegners vor und nahm schließlich Dölitz selbst ein. Dafür erhielt er vom Kaiser das Ritterkreuz des Maria-Theresa-Ordens. Am 18. Oktober 1813 kämpften seine Truppen bei Dölitz und Meusdorf.

Text: Klaus Stolze