Gedenkstein an die verlorenen Orte des Tagebaus Espenhain

POI - Gedenkstein an die verlorenen Orte des Tagebaus Espenhain

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Der Kohle im Weg: Verlorene Orte der Göselaue

Wie auf einer Perlenschnur gereiht, fügten sich die Dörfer und Ansiedlungen im Tal zwischen Gösel und Pleiße aneinander. Zwischen 1967 bis 1972 bereiteten zwei mächtige Braunkohleflöze dieser alten Kulturlandschaft ein Ende. „Bergbaubedingte Umsiedlung“ hieß die nüchterne Beschreibung des Heimatverlustes für 8.200 Menschen. Der größte Tagebau des Leipziger Neuseenlandes, der Tagebau Espenhain, radierte 14 (!) Orte und Ortschaften aus. Zur Erinnerungen an diese „Verlorenen Orte“ mahnt der am Südufer des Markkleeberger Sees aufgestellte Gedenkstein.

Kontaktinformationen

Markkleeberger See, Crostewitzer Höhe am Südufer
04416 Markkleeberg

Slawische Gründung, urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1205 als "Krobere", Quellen belegen slawische Burgreste auf dem einstigen Kirchplatz, Sackgassendorf mit einem Großgut, rege Bautätigkeit in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, 1834 - 1922 Angliederung des Vorwerk Auenhains, 1972 Überbaggerung des Dorfes und Sprengung der Kirche "St. Peter & Paul"

Slawische Ortsgründung, wurde mit dem als Wasserburg bezeichneten Lehnhof als "Kroznewitz" um 1285 erstmals urkundlich erwähnt, vermutlich waren bereits um 1100 die Herren von Krossenwicz mit Burg und Dorf belehnt.

Die Geschichte von Crostewitz wurde insbesondere durch zwei Gutsherrenfamilien beeinflusst: Von 1725 – 1834 gehörte das Rittergut der in den Adelsstand versetzten Familie von Hohenthal. 1848 bis 1945 entwickelte die Fabrikantenfamilie Fiedler Crostewitz zu einem "Musenhof im Grünen". Bildhauer, Maler, Musiker und Poeten – sie alle verkehrten in Crostewitz. 1972 Abriss des Dorfes und Überbaggerung

1335 erste urkundliche Erwähnung von Auenhain, wurde bereits 1474 auf Karten und in Akten als Wüstung bezeichnet. Mitte des 16. Jahrhunderts ließ Georg von Haugwitz, damaliger Rittergutsbesitzer von Markkleeberg (-Ost) das Vorwerk Auenhain mit Scheune und Stallungen errichten, später gehörte es zum Rittergut Crostewitz, starke Zerstörung während der Völkerschlacht bei Leipzig 1813,  auf den Fluren des Vorwerks entstand 1916 - 1918 die "Kriegersiedlung Auenhain" für Kriegsversehrte und -teilnehmer. 1976 Überbaggerung des Vorwerks Auenhain