Gedenktafel für die Opfer des Frauenaußenlagers des KZ Buchenwald

POI - Gedenkstein an die verlorenen Orte des Tagebaus Espenhain

siehe POI Map (Leaflet) Ansicht

Im Frauenaußenlager Markkleeberg am Wolfswinkel waren von 1944 bis 1945 nahezu 2.000 ungarische Jüdinnen und französische Widerstandskämpferinnen als Zwangsarbeiterinnen für die deutsche Rüstungsindustrie inhaftiert. Die 15 bis 30jährigen Frauen arbeiteten unter unmenschlichen Bedingungen in den benachbarten Junkers-Werken, die in der umstrukturierten Kammgarnspinnerei Flugzeugteile für die Luftwaffe herstellten. Am 13. April 1945 wurden die Häftlinge angesichts der bevorstehenden amerikanischen Besetzung auf den Todesmarsch in Richtung Theresienstadt getrieben, den viele von ihnen nicht überlebten. Die Gedenktafel an das Markkleeberger Außenlager des Konzentrtionslagers Buchenwald wurde am 13. Juni 1998 im Beisein von ehemaligen Häftlingen enthüllt. Zu einigen der Zwangsarbeiterinnen, die heute in Israel, in den USA oder in Frankreich zu Hause sind, unterhält die Stadt Markkleeberg intensive und freundschaftliche Beziehungen.

Alljährlich findet am 27. Januar anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Außenlager Markkleeberg des KZ Buchenwald eine Kranzniederlegung statt.

Zahava Stessel, Inhaftierte des Frauenaußenlagers Markkleeberg und Ehrenbürgerin der Stadt Markkleeberg.

Kontaktinformationen

Equipagenweg / Am Wolfswinkel
04416 Markkleeberg

Seit 2012 forscht der Kulturbahnhof e.V. zur Zeit des Nationalsozialismus in Markkleeberg. Aus Archiven, Fachliteratur, privaten Sammlungen und Interviews mit Zeitzeug*innen wurden Informationen zusammengetragen, die so noch nie an einem Ort nachzulesen waren. Es entstand ein multimediales mobiles Archiv, das einen Einblick in verschiedene Themenbereiche gewährt.

Die Webseite www.versteckte-geschichte-markkleeberg.de stellt Hintergrundinformationen und ausgewähltes Material zum Thema Nationalszozialismus in Markkleeberg allen Interessierten zur Verfügung.