Kees'scher Park

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Ungestörte Landschaftsoase - der Kees'sche Park am Rande des Cospudener Sees atmet Geschichte und erlebt intensive Veränderungen. Die Spuren der englischen Gartenanlage gut sichtbar. Am imposanten und wiederhergestellten Adlertor, der größten neobarocken Toranlage Sachsens, als Ausgangstor des ehemaligen Besitzes der Familie Kees, kommt der Besucher nicht ohne Staunen vorbei. In alter Schönheit erstrahlt auch das sogenannte Palmenhaus, Mittelbau der einstigen Orangerie.

Kontaktinformationen

Kees'scher Park
04416 Markkleeberg
Internet:  Webseite besuchen
Betreiber:  MIB Investitionsgesellschaft mbH
Öffnungszeiten:  ganzjährig frei zugänglich

1713 erwarb der kurfürstliche Kammerrat und Leipziger Ratsherr Wolfgang Jöcher das Rittergut Gautzsch , eine ehemalige Wasserburg. Er ließ - vermutlich nach Plänen seines Freundes, des sächsischen Landbaumeisters David Schatz - einen prächtigen spätbarocken Garten mit Wassergrabensystemen anlegen. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel kam das Gut 1885 an Walter Kees, der die Wirtschaftsgebäude verlegte und den Park nach englischem Vorbild umgestaltete.
Im Stil von Klassizismus und Neobarock wurden verbleibende Gebäudeteile erneuert und eine mehr als 100 m lange Orangerie errichtet, von der heute nur noch der umfangreich sanierte Mittelbau vorhanden ist. Kunstvolle Brücken, Blumenschalen und Bänke, sowie historisierende Tore in der umgebenden Mauer schmückten einst den Park.
Erhalten und saniert ist auch das von 1885 bis 1895 erbaute Adlertor. Die Toranlage, dessen Name sich von seiner ehemaligen Bekrönung ableitet, bildet mit seinen großen Sprenggiebeln und den flankierenden Schneckenvoluten den Ausgang zum Equipagenweg, den Kees sich einst als Privatweg fernab der befahrenen Hauptstraße anlegen ließ. Mehr als einen Kilometer lang säumen Silberlinden den Weg, der über die Neue Linie durch den Auewald bis Leipzig führt. Das Adlertor ist die größte neobarocke Toranlage Sachsens.

Die ursprüngliche Parkgliederung ist noch heute erkennbar, jedoch ist das Ringgrabensystem infolge der Grundwasserabsenkung durch den Tagebau ausgetrocknet. Die Ruine des völlig ausgebrannten, ehemaligen Gutshauses wurde vollständig abgetragen. Der barocke Mittelbau des ehemaligen Wintergartens, der letzte noch vorhandene Bauteil der beeindruckenden, einst zweiflügeligen Orangerie, wurde umfassend saniert und ist Sitz von Parkverwaltung und Betreibergesellschaft. Im Mai 2012 eröffnete "Brot & Kees" nach umfassenden Um- und Ausbauten des ehemaligen Krankenhaus-Eingangsgebäudes und erfreut seine Gäste mit einem Cafe und Ferienwohnungen.
Die Sicherung der historischen Bausubstanz im Kees'schen Park schloss auch das barocke Eingangsportal des einstigen Weinkellers ein, für den jedoch noch ein wirtschaftliches Konzept gefunden werden muss.

Geschichte von Gautzsch

Im Mai 2008 eröffnete die Stiftung Bärenherz im Kees'schen Park das erste Kinderhospiz Mitteldeutschlands. Schwesrtkranke Kinder, ihre Eltern und Angehörigen finden hier erstklassige ärztliche Versorgung und liebevolle Pflege.  Für schwerstkranke Kinder wurde im Kees'schen Park ein hochmodernes Pflege- und Erholungszentrum errichtet. Hier finden Kinder und Eltern Atempause vom anstrengenden medizinischen Alltag, stärken mit Lichttherapie, Entspannungsbad oder im Raum der Stille die psychischen und physischen Kräfte und haben viel Raum zum Spielen, Bewegen und zum Zeit miteinander verbringen. 2018 wurde dem Gebäude eine zweite Etage aufgesetzt.

Mehr Informationen: www.baerenherz-leipzig.de

Die MIB Investitionsgesellschaft Kees'scher Park beabsichtigt die Anlage einer Praxisklinik und tagestherapeutischer Einrichtungen im Park. Auch nach Einzug dieser Nutzer soll der Kees'sche Park öffentlich zugänglich bleiben und einen Erlebnispunkt um den Cospudener See setzen.

Hinweise:

  • 1 markierter Behindertenparkplatz an der Lauerschen Straße / Kees'scher Park


Bedeutung der Piktogramme