Schloss Markkleeberg mit historischem Torhaus

POI - Schloss Markkleeberg mit historischem Torhaus

siehe POI Map (Leaflet) Ansicht

Das Torhaus gehört zum Ensemble des ehemaligen Rittergutes Markkleeberg. Während der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 lag das damalige Schloss Markkleeberg im Zentrum erbitterter Kämpfe um den nur wenige Meter entfernten Pleißeübergang. Der Förderverein "Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813" betreibt in den Räumlichkeiten ein kleines, aber anschauliches Museum.

Die Ausstellungen sind vor allem Markkleebergs Rolle in der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 gewidmet: den Kämpfen um Schloss und Torhaus Markkleeberg, den Kämpfen im Ort (Alt) Markkleeberg sowie dem Schlachtgeschehen auf den umgebenden Feldern bis Cröbern, Crostewitz, Wachau und Auenhain – dem sogenannten südlichen Schlachtfeld. Höhepunkt der Präsentation zur Völkerschlacht ist ein 20 m² großes Diorama zur Schlacht bei Wachau am 16.10.1813. Sehenswert sind auch die Ausstellungen zur Geschichte des Torhauses von der Wasserburg bis heute und zum bäuerlichen Leben und Brauchtum. Sonderausstellungen ergänzen das Ausstellungsprofil des Museums.


weitere Informationen zur Völkerschlacht bei Leipzig: www.1813voelkerschlacht.eu

Kontaktinformationen

Kirchstraße 40
04416 Markkleeberg
Telefon:  0341 3385776
E-Mail:  E-Mail senden
Internet:  Webseite besuchen
Öffnungszeiten:  ganzjährig:
Montag und Freitag 9-12 Uhr

März-Oktober:
z. Zt. nur Sonntag 14-17 Uhr

Eine Leihgabe des „Freundeskreises Napoleonische Geschichte“ brachte das bisher größte Diorama nach Markkleeberg: In dem 20 m² großen Diorama mit 5.500 Figuren, davon ca. 1.600 Kavalleristen, stecken 6 Jahre Arbeit der Hobby-Modellbauer.
Dieses Diorama zieht in seiner Detailgerechtigkeit nicht nur Modellbauer und Zinnfigurenfreunde aus Nah und Fern in seinen Bann. Die mit höchstem Anspruch detailgetreu nachgestaltete Landschaft der kleinen Ortschaften zwischen Markkleeberg, Cröbern, Wachau und der Schäferei Auenhain ist ein Spiegelbild der Zeit um 1813 und begeistert alle Geschichtsinteressierten.

Historischer Hintergrund und Handlungsabfolge des Dioramas
Zeitpunkt der Schlachtdarstellung ist der frühe Nachmittag des denkwürdigen 16. Oktober 1813, der in die Geschichte eingegangenen „Schlacht bei Wachau“. Hauptthema ist das Eintreffen der österreichischen Kavalleriereserve unter Nostiz, welche unter größten Schwierigkeiten die Pleiße durchfurtet hatte. Diese trifft auf die starke französische bzw. polnische Kavallerie auf den Feldern zwischen Markkleeberg, Crostewitz und der Schäferei Auenhain, welche dort bereits mit den russischen Lubny-Husaren und der russischen Kürrasier-Brigade Lewaschow im Gefecht stand.
Als Nebenhandlungen sind die Straßen- und Häuserkämpfe in Markkleeberg, zwei komplette französische Batterien auf dem Kellerberg einschließlich ihrer gesamten Munitionswagen etc., den preußischen und russischen Reserven bei Crostewitz, die Einnahme Auenhains durch die Divisionen Victors, das Herannahen der Divisionen der Jungen Garde in Richtung des Auenhainer Weges, die preußische Haubitzenbatterie „Held“ bei Crostewitz und zuletzt General Kleist mit seinem Stab und seiner Bedeckung, einer Schwadron des 2. schlesischen Landwehrkavallerieregimentes zu sehen.


Verwendete Materialien
Das Diorama ist aus vollplastischen Figuren im Maßstab 1/72 gestaltet. Bei den Figuren handelt es sich hauptsächlich um selbstgegossene Zinnfiguren aus Umbauten der bekannten Plastikfiguren einschlägiger Hersteller. Zur Verwendung kommen ebenfalls Figurenserien bekannter Kleinserienhersteller. 
 

In die schriftliche Geschichte tritt Markkleeberg 1190, als ein Bere de Cleb[er]g den Verkauf des Dorfes Altranstädt bezeugt. Dieser niedere Adlige saß vermutlich auf der kleinen, später durch Rittergut und Schloss überbauten Wasserburg. Bis 1350 befand sich Markkleeberg im Besitz derer "von Cleberg", danach wird Heinrich von Haldecken mit dem Gut belehnt.
Moritz von Starschedel gewährt hier 1592 Calvinisten Zuflucht. 1621 übernahm es ein Leipziger Kaufmann, danach die Familie von Fullen und 1731 die von Lohse. In der Zeit der Völkerschlacht war F. W. Heinrich von Funcke Besitzer. Als letzter Eigentümer kaufte Dr. Paul Hoppe 1933 das Rittergut von der Familie von der Crone. Er hatte es bereits 1917 gepachtet. Als Folge der Bodenreform sollte er 1947 ausgewiesen werden.
Es entstand ein Versuchsgut der Universität Leipzig. Das Torhaus wurde Neubauernstelle, im Herrenhaus richtete man ein Kinderkrankenhaus und später ein Alten- und Pflegeheim ein. 1996 begann der neugegründete Förderverein "Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813" e.V. mit der Rekonstruktion des im gleichen Jahr privatisierten Hauses und eröffnete 1998 das Museum..

zur Geschichte der Völkerschlacht

zum Schloss Markkleeberg

zur Auenkirche
 

Im Inneren des Torhauses findet der Besucher eine gemütliche Kaunitzstube mit angrenzender Rußküche vor. Die Tonnengewölbe der darunterliegenden Weinkeller stammen eventuell noch vom gotischen Vorgängerbau der einstigen Wasserburg. Kaunitzstube, beide Tonnengewölbe und das Kaminzimmer werden regelmäßig für kulturelle Veranstaltungen genutzt und können auch für private Feiern gemietet werden.  

  • Bierkeller: ca. 15 Personen
  • Weinkeller: ca. 24 Personen
  • Rußküche (mit Kamin): ca. 10 Personen
  • Kaunitzstube: ca. 30 Personen

Am Anfang war ein Bild der Gefechtsdarstellung vor dem Torhaus und das Interesse an den Geschehnissen um 1813. Es folgte die Idee und es fanden sich Mitstreiter. Am 16. Oktober 1996 wurde der Verein "Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813" e.V. gegründet.
Ziele des Vereins sind es, die historische Bausubstanz des Torhauses zu erhalten und das in seinem Inneren befindliche Museum der Völkerschlacht und Heimatgeschichte zu erweitern. In zeitlichen Abständen sind Sonderausstellungen geplant.
Die Uniformierten-Gruppe des Vereins, die 32. Halbbrigade Aymard, hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei Festen und Feierlichkeiten, in Gefechtsdarstellungen Geschichte lebendig zu machen.

Hilfe Sehbehinderte Hilfe Speziell

Eingangsbereich:

  • 18 Stufen, 8 cm hoch, Handlauf rechts
  • Türbreite: 112 cm

Angaben zum WC:

  • Türbreite; 54 cm
  • Platz links neben dem WC: 20 cm; rechts: 20 cm und davor: 40 x 40 cm
  • Zum WC führen 13 Stufen mit 20 cm Höhe je Stufe.

 Hinweise:

  • Zum Torhaus Markkleeberg gehören folgende Ausstellungsräume:
  • a) Museum Torhaus Markkleeberg mit den Ausstellungsräumen I - III und dem Biedermeierzimmer im 1. OG: 18 Stufen, 8 cm hoch
  • b) Heimatstube im Torhaus, links neben dem Torbogen im 1. und 2. OG
  • c) Diorama im Schloss Markkleeberg, Ergeschoss, 8 Stufen, 17 cm hoch
  • Blindenhund erlaubt
  • wenige Besucherstellplätze vor dem Torhaus
  • Parkplatz Mönchereiplatz mit 400 m Fußweg zum Torhaus Markkleeberg

Bedeutung der Piktogramme