Südufer des Markkleeberger Sees

Das Südufer des Sees zählt zu den reizvollsten Bergbaufolgelandschaften im Leipziger Neuseenland überhaupt. Hügelketten wechseln sich ab mit ausgedehnten Offenlandschaften und flachen, Schilfumstandenen Teichen.
Von Frühjahr bis in den Herbst leuchten die Wildblumen und -kräuter in bunten Farben. Aufmerksame Gäste entdecken eine große Vielzahl an Libellen, Insekten und Vögeln, aber auch Hasen, Rehe und Wildschweine sind hier heimisch geworden. Das Erwachen der Natur in den frühen Morgenstunden ist besonders am Süd- und Westufer des Markkleeberger Sees ein eindrucksvolles Erlebnis.

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Der Tagebau hat der Tier- und Pflanzenwelt ein eindruckvolles Refugium hinterlassen. Unter den heute natürlich anmutenden Hügelketten verbergen sich die ehemaligen Tagebau- Innenkippen mit ihren Steilabbrüchen. In weiten Teilen des Süd- und Westufers konnte sich die Natur nach dem Ende der Kohleförderung vom Menschen unbeeinflusst entwickeln. Diese Sukzessionsflächen sind die interessantesten und botanisch wertvollsten der Bergbaulandschaft. Die "Landschaften nach der Kohle" mit ihren nährstoffarmen Böden bieten der Tier- und Pflanzenwelt Lebensräume, die sie in der vom Menschen gestalteten Kulturlandschaft nicht mehr findet. Die Besiedlung der Bergbaufolgelandschaft wird oft mit nacheiszeitlicher Besiedlung gleichgesetzt. Zahlreiche gefährdete „rote Listen Arten“ und spezialisierte Pflanzen und Tiere sind in den ehemaligen Kohlegebieten des Leipziger Neuseenlands beheimatet.
Andere Tierarten nutzen die Bergbaufolgelandschaft als Nahrungs- und Jagdgebiet oder als Rast- und Schlafplatz. Besonders anschaulich lässt sich dieses im Frühjahr und Herbst verfolgen, wenn Tausende nordische Gänse an und auf den Seen einen Stopp auf ihren weiten Reisen einlegen. 

Wenn Sie von Markkleeberg-Ost auf das Südufer des Markkleeberger Sees zulaufen, begleiten Sie die typischen Nutztiere des Bauerndorfes. Pferde und Kühe weiden auf den ausgedehnten Wiesen. Und gar eine Herde Präriebisons ist am Markkleeberger See heimisch geworden.
Still erhebt sich die Crostewitzer Höhe über dem Landschafts- und Seepanorama und bietet einen fantastischen Ausblick auf die Bisonweide. Der Platz an der Schutzhütte, aber auch die vielen anderen, idyllisch gelegenen Sitz- und Picknickgruppen laden immer wieder zum bewussten Innehalten und Landschaftserleben ein.
Wir wünschen Ihnen viele spannende Entdeckungen und bitten Sie, mit Ihrer Rücksichtnahme dazu beizutragen, dass dieser einmalige und unverzichtbare Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten lange erhalten bleibt.